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Reduzierung des Tierleids durch vegane Ernährung

Auf der Erde leben fast acht Milliarden Menschen. Pro Jahr werden weltweit 50 Milliarden Nutztiere und mehrere 100 Milliarden Meerestiere getötet. Allein in Deutschland beläuft sich die Zahl der Tiere, deren Dasein im Schlachthof endet, auf rund 800 Millionen. Das sind erst einmal die reinen Fakten. Die Details und welch unermessliches Tierleid hinter diesen Zahlen steht, wirst Du im Laufe dieses Artikels erfahren. Wir von AnnaTara sind überzeugt, dass eine vegane Ernährung der Schlüssel zu einer besseren Welt für alle Lebewesen ist. Wir sind gespannt, wie Du am Ende dieser Lektüre über die herkömmliche Vollkost, und alles was damit zusammenhängt, denken wirst!

WARUM TIERHALTUNG IMMER TIERLEID BEDEUTET

Über die Unmöglichkeit artgerechter Tierhaltung

Wer kennt nicht diese beeindruckenden Bilder frei umherziehender Büffelherden in Nordamerika zur Zeit des Wilden Westens? Stell Dir vor, wie eine große Staubwolke am Horizont sich nach und nach zu einer rennenden Herde stattlicher Individuen mit Klauen und Hörnern auseinanderdividiert. Siehst Du es vor Deinem inneren Auge? Das ist artgerechte Leben von Rindern!

Dieses schlichte Szenario macht deutlich, warum es in Deutschland kaum möglich ist, Kühe ihren natürlichen Bedürfnissen entsprechend zu halten. Gleiches gilt für Schweine, die hochintelligente und anspruchsvolle soziale Tiere sind. Selbst Schafe oder Ziegen so leben zu lassen, wie es ihrer Natur entspricht, ist im Rahmen einer profitorientierten Milch- und Fleischwirtschaft unmöglich. Dieser Erkenntnis entspringt die vegane Ernährung bzw. die vegane Lebensführung. Die Produktion von Fleisch, Milch und Eiern ist ein Industriezweig. Tiere sind die Produktionseinheiten und gleichen in ihrer Funktionsweise Maschinen. Für die Produzenten von tierischen Produkten stehen Effizienzsteigerung und Gewinnmaximierung an oberster Stelle. Das gilt selbst für Bio-Bauern – nur bemühen sich diese, das Tierleid gering zu halten. Gänzlich vermeiden kann man es jedoch nur durch eine vollwertig pflanzliche Ernährung ohne jedes Tierprodukt. Vegane Ernährung distanziert sich also von durch Menschen verursachtes Tierleid.

In der Fleischproduktion werden die Tiere bei Erreichen ihres Idealgewichts geschlachtet. Bei Schweinen bedeutet dies zum Beispiel eine Lebensdauer von sechs bis sieben Monaten. Von Natur aus könnten sie gut 10, ja bis zu 20 Jahre alt werden. Auch Legehennen und Milchkühe kommen ihrer natürlichen Lebenserwartung nicht ansatzweise nah. Sobald ihre Produktivität nachlässt, werden sie aussortiert und geschlachtet. Ein Durchfüttern ohne entsprechenden Output wäre schlicht zu kostenintensiv. Wenn Du Dich für eine vegane Ernährung entscheidest, trägst Du dazu bei, diesen Wahnsinn zu beenden.

Nutztierrassen sind heutzutage so hochgezüchtet, dass die Lebensqualität schon innerhalb der kurzen Lebensdauer miserabel ist. Genetische Veränderungen zugunsten hoher Fleisch-, Milch- oder Eierproduktion führen zu Verkrüppelungen, rasantem Wachstum, anormaler Körpergröße und anderen körperlichen Leiden. Nimm beispielsweise die Putenbrust: Aufgrund der übernatürlich großen Brust leiden viele Tiere am Beinschwächesyndrom, wodurch sie einen Großteil ihres kurzen Lebens liegend verbringen.

So leben Nutztiere

Wie das Beispiel der Büffelherde veranschaulicht, brauchen Tiere vor allem Raum. Bewegungsfreiheit ist essenziell für psychische und physische Gesundheit. Doch mangelt es in der konventionellen Tierhaltung gerade an Platz. Wie der Begriff „Massentierhaltung“ schon sagt, werden viele Tiere auf engem Raum gehalten. Rinder können sich oft weder umdrehen noch am eigenen Körper kratzen. Hühner können ihre Flügel nicht ausbreiten und Schweine fallen aufgrund mangelnder Ausweichmöglichkeiten übereinander her. Die Folge ist eine Haltung in getrennten Boxen. Sozialkontakte, gegenseitige Pflege oder Kuscheln sind so unmöglich, obwohl doch fast alle hiesigen Nutztiere Herdentiere sind! Für sie gehört soziales Miteinander genauso zum Leben wie Essen und Trinken.

Allein diese soziale Trennung der Tiere könnte Grund genug sein, ernsthaft über eine vollwertig pflanzliche Ernährung nachzudenken. Doch das ist lange nicht alles: Viele Nutztiere sehen nur dann Tageslicht, wenn sie von ihrem Stall zum Schlachthof gekarrt werden. Tiere, die bereits an den Bedingungen ihrer Haltung zugrunde gehen, sehen ein Leben lang keinen einzigen Sonnenstrahl. Darüber hinaus könnte ihr Fressen kaum weiter von ihrer natürlichen Nahrung entfernt sein. Mit Spezialfuttermitteln wird Mästen in kurzer Zeit möglich. Milch- und Eierproduktion können auf ein Vielfaches gesteigert werden. Währenddessen stehen die Tiere in ihren eigenen Ausscheidungen. Alternativ gibt es Spalten im Boden, durch die die Fäkalien hinunterfallen. Die Lücken im Untergrund führen jedoch zu Haltungsschäden, welche mit unermesslichen Schmerzen einhergehen.

Generell beschwört die unnatürliche Massentierhaltung viele Krankheiten herauf, die eine dauerhaft medizinische Behandlung notwendig machen. Antibiotika werden standardmäßig verabreicht, um bestimmte bakterielle Infektionen gar nicht erst ausbrechen zu lassen. In anderen Bereichen wird hingegen an medizinischer Zuwendung gespart. So ist es in der Fleischindustrie Standard, männliche Schweine und Rinder zu kastrieren. Ohne Rücksicht auf das Tierleid geschieht dies ohne Betäubung. Als Mann mag man sich das sicherlich nicht allzu plastisch ausmalen. Weitere schmerzvolle Praktiken sind das Brandmarken von Rindern oder die Verstümmelung von Schweineohren zum Zwecke der Identifikation.

Dies sind nur einige Beispiele, die ganz klar zeigen: Wo der Mensch mithilfe tierischer Produkte Geld verdienen möchte, hat das Tier stets das Nachsehen. Aus Gründen der Profitmaximierung leidet es von seiner Geburt bis zu seinem viel zu frühen Tod. Wie Du später erfahren wirst, sterben viele Tierkinder bereits im Mutterleib, während oder unmittelbar nach der Geburt. Obwohl sich Menschen oft bewusst sind, in welchem Zusammenhang ihre Essgewohnheiten mit dem Tierleid stehen, fällt es ihnen unheimlich schwer, Konsequenzen daraus zu ziehen. Vielleicht magst Du Dich selbst einmal fragen, was genau Dir jetzt beim Lesen in Bezug auf Deine Ernährung durch den Kopf geht! Erscheint Dir eine vegane Ernährung allmählich sinnvoll? Immerhin enthält Dir eine vollwertig pflanzliche Ernährung nichts vor! Lies gerne noch ein wenig weiter, ehe Du Deine Schlüsse ziehst.

DER LETZTE GANG

Eine Fahrt ohne 1. Klasse

Wenn Du mal einen Hund an das Autofahren gewöhnt hast, weißt Du, welch Stress der motorisierte Transport für Vierbeiner bedeutet. Schlachtvieh muss aus dem Stand heraus mehrere hundert Kilometer fahren. Der Vor- und zugleich der Nachteil dabei ist der Transport in der Gruppe. Als Herdentiere fühlen sich Rinder, Schweine und Schafe wohler, wenn sie sich in ungewohnten Situationen zwischen anderen Tieren wiederfinden. Leider sind die Transporter aber so klein, dass sich die Tiere nicht bewegen können, einander schubsen, treten und einquetschen. Zu allem Übel neigen Hühner und Schweine auch noch dazu, sich gegenseitig zu verletzen oder sogar umzubringen, wenn sie unter Stress stehen und es keine Ausweichmöglichkeiten für die schwächeren Exemplare gibt. Solche Zustände lassen sich nur vermeiden, wenn alle Menschen sich für eine vollwertig pflanzliche Ernährung entscheiden.

Das Tierleid vergrößert sich durch Verletzungen während der Fahrt und insbesondere beim Be- und Entladen. Hier steigert sich die ohnehin große Verwirrung durch das falsche Verhalten von Treibern und dem allgegenwärtigen Geruch von Tod in haltlose Panik. Das ein oder andere Schwein, Huhn oder Rind krepiert schon vor dem Eintreffen in der Schlachthalle elendig. Der Todeskampf kann Stunden dauern. Zwar gibt es Tierschutzgesetze, die solchen Zuständen den Riegel vorschieben sollen, doch ist deren Umsetzung und Kontrolle mangelhaft.

Insgesamt herrschen in den Tiertransportern unsägliche Bedingungen: Hitze, Kälte und Feuchtigkeit dringen je nach Jahreszeit ungehindert in den Frachtraum ein. Während der oft stundenlangen Fahrt mistet niemand aus. Folglich stehen und liegen die Tiere in ihren eigenen Exkrementen. Hunger und Durst müssen sie ertragen, da es unterwegs weder Futter noch Wasser gibt.

Die vegane Ernährung ist wirklich die einzige Möglichkeit, sich nicht an diesem millionenfachen Tierleid zu beteiligen. Denn selbst Fleisch aus Bio-Betrieben unterliegt bei Transport und Schlachtung kaum anderen Regeln als das aus konventioneller Haltung. Lediglich einige wenige Biosiegel geben ein Maximum für die Transportstrecke von Stall zu Schlachthof vor. Das kann aber immer noch einige hundert Kilometer weit sein. Ziert ein EU-Biosiegel den Braten, kann der Transporter durch halb Europa gefahren sein!

Von Stromschlägen und vom Ausbluten

Es gibt einen guten Grund, warum Schlachthöfe meist etwas abseits liegen. Es soll und will wohl kaum jemand wissen, welches Tierleid sich hinter den Mauern abspielt. Hätten Schlachthöfe Glaswände und stünden in den Einkaufsmeilen unserer Großstädte, wäre vegane Ernährung mit Sicherheit weit verbreitet. Die Schlachttiere selbst ahnen bei ihrer Ankunft, was an diesem Ort vor sich geht. Die Angstschreie, der Geruch von Blut und verbranntem Tierhaar in der Luft sind eindeutig: Hier geht ihr qualvolles Leben viel zu früh zu Ende.

Das Tierschutzgesetz sieht vor, dass das Schlachtvieh mit einem Elektroschock bewusstlos gemacht wird. Erst danach darf die eigentliche Tötung vollzogen und das Ausweiden begonnen werden. Doch alleine der Weg in die Betäubungsbox ist für Rind, Schwein und Schaf mit großen Strapazen verbunden. Treiber dreschen auf sie ein, um sie entgegen ihrer Intuition dem Todesstoß immer näherzubringen. Tiere trampeln über Tiere, alle quetschen sich gegenseitig, manche bleiben an der Laderampe oder den Gitterstäben hängen. Schließlich stehen sie Schlange vor der Box, in der per Elektrobolzen das Bewusstsein ausgeschaltet werden soll. Wir sprechen hier von wirklich drastischem Tierleid. Bestimmt ist Dir spätestens jetzt klar geworden, warum manche Menschen sich für eine vollwertig pflanzliche Ernährung entscheiden, statt an diesen Grausamkeiten mit Schuld zu tragen. Doch es geht noch weiter.

Nicht immer verliert das Tier beim Bolzenschuss planmäßig das Bewusstsein. Bei Rindern wird momentan davon ausgegangen, dass etwa jede fünfte Kuh wach bleibt. Sie wird bei vollem Bewusstsein aufgeschnitten und zerlegt – bis der Blutverlust und die Schmerzen sie besinnungslos werden lassen. Neben diesem ungeplanten Tierleid kommt es immer wieder zu absichtlicher Folter. Interviews sowie offene und verdeckte Videoaufnahmen zeigen, dass unter den Mitarbeitern der Fleischindustrie einige Sadisten zu finden sind. Sie quälen die ohnehin geplagten Tiere vorsätzlich. Kontrollen scheinen an dieser Stelle überaus lückenhaft zu sein. Letztendlich bleibt als einzige Möglichkeit, Tieren das absichtliche wie auch ungewollte Leid im Zusammenhang mit Transport und Schlachtung zu ersparen, eine vegane Ernährung.

DER WAHRE PREIS DER MILCH

Milch, Milch und noch mehr Milch

In der westlichen Welt gehören Milch und Milchprodukte täglich auf den Speiseplan. Im Durchschnitt konsumieren wir rund 120 kg pro Jahr. Personen, die eine vegane Ernährung praktizieren, gehen bereits mit 0 kg in die Berechnung ein. Um den enormen Bedarf an Milch zu decken, musste die Produktionsleistung von Kühen in den letzten Jahren erheblich gesteigert werden. Gab eine Kuh um die Jahrtausendwende rund 4.500 l Milch pro Jahr, sind es heute 7.000 l und mehr. Manche Hochleistungstiere schaffen bis zu 18.000 l. Da bleiben Erkrankungen am Euter nicht aus. Ein häufiges Leiden ist die Mastitis. Frag mal eine stillende Frau danach! Allein ihr Gesichtsausdruck wird Dir die enormen Schmerzen eines solchen Milchstaus klarmachen.

Milchkühe sind binnen kürzester Zeit ausgelaugt. Die natürliche Lebenserwartung von Rindern liegt bei 25 bis 30 Jahren. In der Milchwirtschaft werden Kühe bereits nach drei bis fünf Jahren aussortiert, da sie den Leistungsstandard nicht mehr erreichen. Wie fast jedes Tierleid endet dieses ebenfalls auf dem Schlachthof. Aufgrund der abnormal hohen Milchproduktion sind die Knochen der ausgedienten Kühe porös. Deswegen brechen sie sich beim Verladen oder Transport des Öfteren die Beine. Wie die Tiere dann bis zur „Todesbox“ gelangen, ist schwer zu beschreiben. Nun siehst Du, warum selbst eine vegetarische Ernährung Tierleid in Kauf nimmt – die vollwertig pflanzliche Ernährung tut dies nicht!

Weide oder Stall?

Wahrscheinlich ist Dir bekannt, dass nicht alle Milchkühe auf grünen Wiesen weiden dürfen. Genaugenommen sind es fast 60 %, die nie in diesen Genuss kommen. 72 % verbringen ihr kurzes Leben in der sogenannten Laufstallhaltung. Kleine Gruppen teilen sich hier eine offene Fläche und kommen zum Füttern und Melken in Einzelboxen. Für dieses Mindestmaß an Sozialleben zahlen sie einen hohen Preis: Im Alter von ein bis sechs Wochen werden die Kälbchen enthornt. Die schmerzempfindlichen Anlagen am Kopf werden ohne Betäubung ausgebrannt. Dies geschieht angeblich, damit sich die erwachsenen Kühe nicht gegenseitig verletzen. Nichtsdestotrotz sind Sozialkontakte für Rinder enorm wichtig. Sie lecken sich gegenseitig aus Fürsorge sowie zum Stressabbau und können lebenslange Freundschaften aufbauen.

Das Tierleid, das Menschen ohne vegane Ernährung oft unwissentlich in Kauf nehmen, ist in der Anbindehaltung noch größer. Immerhin 27 % der Milchkühe fristen ihr Dasein in engen Ständern mit Ketten um den Hals. Sie können sich nicht einmal mit der Schnauze an der Flanke kratzen. Die Bewegungseinschränkung und der harte, oft verdreckte Boden führen regelmäßig zu Euterverletzungen sowie Gelenk- und Klauenschäden.

Keine Milch ohne Baby

Für die Menschen, die sich bewusst für eine vegane Ernährung entscheiden, ist häufig das Leid der Kälbchen ausschlaggebend. Doch bevor wir dahin kommen, muss die Kuh schwanger werden. Das geschieht durch künstliche Befruchtung – auch in Biobetrieben. Beim ersten Mal sind die Kühe gerade 15 bis 18 Monate alt. Die Schwangerschaft dauert neun Monate. Nach der ersten Geburt geben die Kühe Milch. Von nun an muss die Kuh jedes Jahr einmal kalben. Daher wird sie kurz nach der Geburt wieder befruchtet. Bis in den siebten Schwangerschaftsmonat hinein wird die Kuh gemolken. Mit jedem neuen Kalb erhöht sich die Milchproduktion bis der Höhepunkt schließlich überschritten ist.

Von Natur aus säugt eine Kuh ihr Kälbchen zwischen acht und zehn Monate lang. In der Milchindustrie werden Mutter und Kind kurz nach der Geburt getrennt. Dieses Auseinanderreißen ist äußerst traumatisch für beide. Oft suchen sie sich und rufen noch tagelang nacheinander. Dennoch wird als Argument für die sehr frühe Trennung die Verminderung von Tierleid angeführt. Würden sich Kuh und Kalb nur für ein paar Stunden aneinander gewöhnen, wäre das Trauma viel größer – nämlich so groß, dass die Kuh weniger Milch geben könnte. Schließlich müssen die Mütter zurück in die Melkmaschinerie, während die Kälbchen acht Wochen lang isoliert in Boxen mit Kübelsaugern aufgezogen werden. Später werden die Weibchen ihre Mütter in der Milchproduktion ersetzen. Die Männchen werden kurz gemästet und dann zur Gewinnung des zarten Kalbfleischs geschlachtet.

Es ist schockierend, dass viele Kälbchen sogar vor ihrer Geburt umgebracht werden. Die Bundestierärztekammer geht von etwa 180.000 trächtigen Kühen aus, die pro Jahr geschlachtet werden. Die Kälbchen im Mutterleib verenden dabei elendig. Da die Sauerstoffzufuhr über die Nabelschnur unterbrochen wird, ersticken sie regelrecht. Vorher zugefügte Schmerzen beim Verladen und Transport nehmen sie ebenso wahr. Lässt Dich der Gedanke an dieses Elend, dieses Tierleid jetzt ernsthaft über eine vollwertig pflanzliche Ernährung nachdenken?

KEIN EI GLEICHT DEM ANDEREN

Ein Hühnerleben

Eine vegane Ernährung schließt Eier gänzlich aus und das aus guten Gründen: In Deutschland gibt es vier verschiedene Formen der Hühnerhaltung. Bei der Bodenhaltung dürfen bis zu 18 Hennen pro Quadratmeter gehalten werden, insofern ihnen mehrere Ebenen zur Verfügung stehen. In einem einzigen Stall dürfen so bis zu 6.000 Hennen leben. Daneben gibt es die Kleingruppenhaltung, die Freilandhaltung und die ökologische Erzeugung. Nur bei den letzten beiden Haltungsformen sehen die Hennen überhaupt Tageslicht. Über 60 % aller Eier stammen aus der Bodenhaltung.

Die Hühner leben also auf engstem Raum und haben kaum Möglichkeiten, ihrer natürlichen Beschäftigung, dem Scharren, nachzugehen. Hühner werden unter Stress zu unangenehmen Zeitgenossen. Daher steht gegenseitiges Federpicken bis hin zum Kannibalismus auf der Tagesordnung in konventionellen Eifabriken. Trotz dieser widrigen Haltungsbedingungen legen sie um die 300 Eier pro Jahr. Bei alten Hühnerrassen in freier Natur waren 20 bis 30 Eier pro Jahr das Maximum. Es verwundert daher nicht, dass Legehennen nach spätestens eineinhalb Jahren erschöpft sind. Die natürliche Lebenserwartung liegt bei sieben bis zehn Jahren. Im Schlachthof soll der Tod durch Vergasen mit Kohlenstoffdioxid oder das Baden des Kopfes in unter Strom stehendem Wasser herbeigeführt werden. Ähnlich wie bei Rindern funktioniert das eher unzuverlässig. So erleben viele Hühner den Entblutungsstich bei vollem Bewusstsein. Das trifft Biohühner wie Hennen aus Bodenhaltung gleichermaßen.

Verwaiste Küken und Knochenbrüche

Eine vegane Ernährung distanziert sich klar davon, Hühnern irgendein Leid zuzufügen. Du wirst überrascht sein, dass eine vollwertig pflanzliche Ernährung dennoch Kuchen und Mousse au Chocolat beinhaltet. Kulinarische Genüsse sind also möglich, ohne Hennen nach jeder Eiablage ihre ungeborenen Babys zu entreißen. Selbst Zuchthennen dürfen ihre Eier nie selbst ausbrüten. Dafür gibt es optimierte Brutanlagen. Ab einem Alter von drei bis fünf Monaten fangen die kleinen Hennen selbst mit dem Eierlegen an. Das Tierleid beginnt von vorne.

Durch krasse Überzüchtung kommt es zu Problemen am sogenannten „Legeapparat“. Eierstock, Eileiter, Uterus und Legedarm sind nicht auf derart viele Eier ausgelegt. Infolge der Überlastung entzünden sie sich, was bei jedem weiteren Ei zu unsäglichen Schmerzen führt. Ein großes Problem ist auch die Entmineralisierung der Knochen. Die Herstellung von Eischalen braucht Unmengen an Calcium, die selbst über Spezialnahrung kaum aufgenommen werden. Daher nimmt der Körper einen Teil des Calciums direkt aus den Knochen, die immer leichter zu Bruch gehen. Besonders tragisch ist eine Verletzung des Brustbeins, dem zentralen Stützknochen des Hühnerkörpers. Ist eine Henne erst einmal verletzt, sind ihre Chancen an Futter und Wasser zu gelangen verschwindend gering.

Das Elend der Hähne

Leider reicht es noch nicht, dass die Frauen der Spezies „Huhn“ unter der menschlichen Vorliebe für das Produkt Ei leiden. Auch die Männer der Familie erfahren traurige Schicksale. In den Zuchtbetrieben werden sie gleich nach dem Schlüpfen aussortiert. Bei der Vergasung mit Kohlenstoffdioxid ersticken die Tiere in einem bis zu 30 Sekunden lang andauernden Todeskampf. Da scheint der Schredder, in dem manche Küken oder ungeschlüpften Eier zermust werden, weniger Tierleid zu verursachen. Insgesamt werden in Deutschland jedes Jahr um die 45 Millionen Küken getötet.

Lässt sich das ein oder andere Küken beim Schlüpfen etwas mehr Zeit, hilft ihm auch sein weibliches Geschlecht nichts mehr. Sind alle Bestellungen des Tages abgearbeitet, landen die übrigen Eier wie auch Küken im Schredder. Letzten Endes ist es so, dass allein eine rein vegane Ernährung diesen unerbittlichen Zusammenhang zwischen Tierleid und Menschennahrung umgeht. Nur wer sich für eine vollwertig pflanzliche Ernährung entscheidet, kann sicher sein, dass seine Nachfrage nach Nahrung nicht zu Qualen und Tod für irgendein Tier führt.

VON LEEREN MEEREN UND ERSTICKENDEN FISCHEN

Meere und Ozeane bedecken gut 70 % unseres Planeten. Es ist daher nicht verwunderlich, dass ein großer Teil der menschlichen Nahrung aus dem Wasser stammt. Wenn Du Dir die Erde als blauen Planeten aus der Weltraumperspektive vorstellst, erscheint es Dir sicherlich unmöglich, dass in all diesem Wasser kein einziger Fisch mehr lebt. Hochrechnungen ergeben jedoch, dass dies 2048 Realität sein kann! Schon heute sind Dreiviertel der weltweiten Fischgründe leergefischt oder erschöpft.

Jedes Jahr wird eine unglaubliche Menge von bis zu 100 Millionen Tonnen Fisch aus den Meeren geholt. Weitere 1,4 Millionen Tonnen kommen zusätzlich aus der Aquakultur. Das ist quasi die Massentierhaltung der Fische. In den Fjorden Norwegens, Chiles und anderer Länder tummelt sich elendiges Tierleid auf engstem Raum: Das Wasser in den Netzen ist voll von Exkrementen. Die Fische werden von winzigen Krebsen, sogenannten Fischläusen befallen, die ihnen das Fleisch von den Rippen nagen. Im Übrigen werden für ein Kilogramm Fischfleisch aus Aquakultur zweieinhalb bis fünf Kilogramm wilder Fisch verfüttert.

Eine vegane Ernährung kommt ohne Fisch und andere Meerestiere aus. Allerdings ist es nicht so, dass alle gefangenen Fische von Menschen verspeist würden. Bis zu 40 % werden an Nutztiere verfüttert. Dabei wird bei Weitem nicht alles, was in den Netzen der Fischereiflotten landet, verwertet. Ein erschreckend hoher Anteil der gefangenen Tiere sind sogenannter „Beifang“. Sie nützen den Fischern nichts und werden tot oder verletzt zurück ins Meer geworfen. Das ist absolut unnötiges Tierleid, das Hunderttausenden von Walen, Haien, Seevögeln, Robben, Meeresschildkröten und Fischen aller Art widerfährt.

Inzwischen ist es wissenschaftlich bewiesen, dass Fische Schmerzen und Stress empfinden können. Umso schockierender ist es, dass die Meeresbewohner oft über Minuten und Stunden hinweg in den Fängen des Netzes ersticken. Gelangen sie lebend in die Hände der Fischer, werden sie oftmals ohne Betäubung ausgenommen oder auf Eis gelegt. Fast noch schlimmer trifft es manche Krebse, Hummer und Kraken, die lebendig gekocht werden. Das wäre eine völlig unnötige Folter, wäre die vollwertig pflanzliche Ernährung Standard. Fische erleiden zudem unglaubliche Schmerzen, wenn sie aus ihrer gewohnten Tiefe geholt werden. Aufgrund der Druckveränderungen kann ihre Schwimmblase platzen, der Magen aus dem Mund und die Augen aus den Höhlen quellen. Kannst Du nun nachvollziehen, warum eine vegane Ernährung selbst Fisch und Meeresfrüchte ausschließt?

WENN TIERFUTTER TIERE VERDRÄNGT

Zuletzt möchten wir von AnnaTara Dich auf ein Tierleid aufmerksam machen, dass als Argument für eine vollwertig pflanzliche Ernährung selten aufgeführt wird. Es steht im Zusammenhang mit den riesigen landwirtschaftlichen Anbauflächen, die für den enormen Futterbedarf unserer Nutztiere benötigt werden. Vielleicht ist Dir bekannt, dass insbesondere in Südamerika riesige Agrarunternehmen ansässig sind, die allem voran Soja für den weltweiten Futterbedarf von Nutztieren herstellen. Doch geht es genauso um die Anbauflächen für Getreide und die endlosen Weideflächen, auf denen Rinder gehalten werden. Um dem wachsenden Bedarf nachzukommen, wird Regenwald in der Größe von 34 Fußballfeldern pro Minute gerodet.

Landwirtschaft braucht also Platz – Platz, der der einheimischen Natur abgerungen wird. Dabei ist es unerheblich, ob wir von Soja in Brasilien oder von Weizen in der Uckermark sprechen. Überall müssen Wälder und ihre Bewohner dem Anbau von Futter weichen. Natürlich wächst auch das Getreide für den Veganer nicht ohne Boden. Doch braucht eine vegane Ernährung 18 Mal weniger Fläche als eine Ernährung mit Fleisch. 50 % des weltweit angebauten Getreides werden an Nutztiere verfüttert.

Die Nahrung und die Lebensräume für die einheimischen Tiere werden im Gegenzug immer knapper. Aus Mangel an herkömmlichem Futter versuchen viele Tiere, sich an den kultivierten Pflanzen satt zu fessen. Dagegen gehen in Deutschland vor allem die Jäger vor. In Südamerika werden Felder mithilfe von Stromzäunen, Fallen oder Giftködern geschützt. Gerade die letzten beiden Methoden bringen einen langsamen und qualvollen Tod mit sich. Spritzmittel gegen Ungeziefer zerstören schlussendlich das letzte bisschen Gleichgewicht betroffener Landstriche. An dem Gift sterben Insekten und kleine Säugetiere, die der Nahrungskette dann nicht mehr als Grundlage zur Verfügung stehen. Ganze Tierarten werden so dem Hungertod preisgegeben.

SCHWER ZU ERTRAGEN – STOPPE ES MIT UNS GEMEINSAM

Sehr lange Rede, sehr kurzer Sinn: eine vegane Ernährung bzw. vollwertig pflanzliche Ernährung kann all das beschriebene Tierleid verhindern. Für jede einzelne Person, die sich heute für eine vegane Ernährung entscheidet, müssen ab morgen weniger Tiere sterben oder in unsäglichen Haltungsbedingungen ihr Dasein fristen. Eine vollwertig pflanzliche Ernährung trägt zur Rettung des Lebens in den Weltmeeren bei und beteiligt sich nicht an der rasanten Abholzung des artenreichen Regenwaldes. Wir von AnnaTara sind absolut überzeugt davon. Was denkst Du?

ANNATARA FOUNDATION

EAT VEGAN & LIVE HEALTHY – PROTECT ANIMALS & NATURE – FEEL GOOD