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SCHUTZ UNSERES PLANETEN DURCH VOLLWERTIG PFLANZLICHE ERNÄHRUNG

Unsere Erde steht vor einem Kollaps. Darauf machen Umweltorganisationen und Bewegungen wie Fridays for Future vehement aufmerksam. Regelmäßig einigen sich die Staatsoberhäupter der Industrienationen auf Klimaziele, die sie dann
doch nicht ansatzweise einhalten.

Deshalb ist es umso wichtiger, dass jeder einzelne von uns sich für den Erhalt dieses wunderschönen Planeten einsetzt. Eine vegane Ernährung ist hierfür der zentrale Ausgangspunkt. Denn die Nutztierhaltung trägt weltweit die größte Schuld an Umweltzerstörung, Luft- und Wasserverschmutzung, Auslaugung der Böden, dem Zusammenbruch zahlreicher Ökosysteme an Land und zu Wasser sowie am Klimawandel selbst. Die teils unfassbaren Fakten und Details findest Du in diesem Artikel. Wir hoffen, Dich mit der Lektüre zu einer vollwertig pflanzliche Ernährung motivieren zu können. Die Entscheidung selbst liegt am Ende natürlich in Deinen Händen.

LUFT: KLIMAKILLER NUTZTIERHALTUNG

Von Treibhausgasen in der Tierindustrie

Ein großes Thema dieser Tage ist der Klimawandel. Mittels Reduktion von Treibhausgasen soll die Erderwärmung auf einem hoffentlich verkraftbaren Höchstmaß von 2° Celsius gehalten werden. Neben fossilen Energieträgern und Dieselmotoren spricht leider kaum jemand von dem größten Erzeuger klimaschädlicher Treibhausgase: die Milch- und Fleischindustrie. Dabei werden hier noch viel schädlichere Gase als nur CO2 produziert und das in großen Mengen. Warum fast niemand darüber spricht, soll hier nicht thematisiert werden. Essenziell ist nur, dass eine vegane Ernährung an diesem Punkt einen unendlich wertvollen Beitrag zum Umweltschutz leisten kann, damit auch übermorgen noch unsere Enkel etwas von diesem wundervollen Planeten haben.

Eine vollwertig pflanzliche Ernährung verursacht bis zu 70 % weniger Treibhausgase als die weit verbreitete Vollkost. Angesichts der bereits beobachtbaren Wettereskapaden, den ansteigenden Durchschnittstemperaturen, schmelzenden Eisflächen, einer Erhöhung des Meeresspiegels und den sich verändernden Meeresströmungen fällt es schwer, zu verstehen, warum die gravierendste Ursache auf politischer Ebene nicht angegangen wird. Es liegt somit also allein an Dir als Verbraucher, die Heilung des Planeten in die Hand zu nehmen. Und ein wesentlicher Schritt dafür, ist Deine Entscheidung für eine vollwertig pflanzliche Ernährung.

Die Produktion von einem einzigen Kilogramm Fleisch verursacht Emissionen im Wert von 34,6 kg CO2. Hierbei handelt es sich um eine Umrechnung, die die verschiedenen bei der Herstellung von Fleisch entstehenden Treibhausgase mit einbezieht: Kohlenstoffdioxid, Methan und Stickstoffoxid. Insgesamt 37 % des vom Menschen erzeugten Methans stammen aus der Nutztierhaltung. Enthalten ist es hauptsächlich in den „Abgasen“ der Wiederkäuer. Es ist 23 bis 100 Mal schädlicher für das Klima als CO2. Stickstoffoxid ist sogar 296 Mal schädlicher. In erster Linie entweicht es den Ausscheidungen der Tiere. Insgesamt 65 % des menschengemachten Stickstoffoxids stammt aus der Tierindustrie.

Hochrechnungen kommen zu dem Schluss, dass mindestens die Hälfte der weltweiten Treibhausgase im Zusammenhang mit der Herstellung von tierischen Lebensmitteln entstehen. Damit sind sie der Klimakiller Nummer eins – noch vor dem gesamten Verkehr und der übrigen Industrie.

Ein Blick in die Zukunft

Die Tierindustrie agiert weltweit und setzt rücksichtslos ihre Interessen durch. Umweltschutz oder gar die Heilung des Planeten stehen nicht auf ihrer Agenda. Ihr Streben gilt allein dem Profit, der Schaffung und Bedienung von Nachfrage nach Fleisch, Milch und Eiern. Da wundert es kaum, dass nur vier der 35 größten Milch- und Fleischkonzerne vollständige wie auch glaubwürdige Emissionsberichte herausgeben. Das große Problem dieser Berichte ist, dass für ein Stück Fleisch unheimlich viele Produktionsschritte notwendig sind. Für ein Steak muss ein Acker bewirtschaftet werden, auf dem Futter wächst. Vielleicht gibt es eine Weide, auf der das Rind grasen darf. Das Tier muss erzeugt, geboren, transportiert, gefüttert, getränkt, wieder transportiert und geschlachtet werden. Dann kommen noch Verarbeitung, Vertrieb und Zubereitung obendrauf. All das zusammen ist furchtbar unübersichtlich.

Nun kommen die Zahlen: Im Jahr 2016 hat die Fleisch- und Milchindustrie weltweit 7,14 Gigatonnen (= Milliarden Tonnen) Treibhausgase emittiert. Auf dieses Ergebnis kommen eher konservative Schätzungen. Bei einer weltweiten Gesamtemission von 51 Gigatonnen entspricht dies einem Anteil von 14 %. Andere Schätzungen, die noch mehr auf die gesamte Lieferkette schauen, kommen aktuell bereits auf einen Anteil von 51 %. Doch selbst die zurückhaltenden Ansätze prognostizieren für 2050 angesichts der rasant wachsenden Weltbevölkerung, dass die Nutztierhaltung für 80 % der gesamten Treibhausgase verantwortlich sein wird – gesetzt des Falles, dass das Klimaziel von 10,5 Gigatonnen Gesamtemission eingehalten werden wird.

Zwar sprechen die großen Fleisch- und Milcherzeuger davon, ihre Emissionen in Zukunft senken zu wollen, doch sind die Methoden fragwürdig. Neben scheinheiligen Kompensationsmaßnahmen unter der Flagge „Umweltschutz“ ist der einzige Lösungsansatz die Effizienzsteigerung. Im Klartext bedeutet das, dass ein Schwein noch mehr Fleisch ansetzen, eine Kuh noch mehr Milch produzieren und ein Huhn noch mehr Eier legen muss. Dabei leiden die Tiere heute schon unter ihrer extremen Überzüchtung. Wir von AnnaTara sehen in einer Leistungssteigerung keine ernstzunehmende Lösung. Keine Steigerung der Produktion, sondern eine Reduktion der Nachfrage ist der einzig zielführende Ansatz zur Heilung des Planeten. Nur wenn möglichst viele Menschen möglichst bald auf eine vegane Ernährung umstellen, bleibt die Erde für unsere Kinder noch bewohnbar.

Feinstaub

Neben Klimagasen steht in letzter Zeit immer wieder der Feinstaub im Zentrum der Nachrichten. Durch Corona kommt dieser Belastung für die Atemwege eine noch viel größere Bedeutung zu. Doch auch ohne das Virus geht das Max-Planck-Institut davon aus, dass jedes Jahr 50.000 Deutsche an Feinstaub, der aus landwirtschaftlicher Tierproduktion stammt, sterben. Das ist überraschend, wo doch immer auf die großen Städte und den Autoverkehr dort geschaut wird. Tatsächlich ist in Metropolen der Verkehr der Hauptverursacher für Feinstaub. Deutschlandweit ist es allerdings mit einem Anteil von 45 % die Landwirtschaft, wohingegen der Verkehr nur 20 % ausmacht. Dazu kommt, dass der aus Ammoniak entstehende Feinstaub viel kleiner (PM2,5) und damit schädlicher für die Gesundheit ist als der Feinstaub aus Autos, Lkws und Flugzeugen. Eine vollwertig pflanzliche Ernährung ist also nicht nur gesund für Dich, sondern auch für Deine Mitmenschen – und was ist wichtiger als gesund zu sein?

BODEN: WIE AUS WEIDEN WÜSTEN WERDEN

Erschöpfte Böden

Damit Tiere grasen, scharen und Kraftfutter fressen können, braucht es Boden. Bauern können nur auf fruchtbaren Böden Gras wachsen lassen sowie Mais, Getreide und Soja anbauen. Das Problem der konventionellen Landwirtschaft ist nun, dass sie die Böden schröpft. Durch Pflügen, Spritzen, Monokulturen und freiliegenden Mutterboden nimmt die Fruchtbarkeit rapide ab. Eine Zeit lang lässt sich dies mit Stickstoffdünger kompensieren. Doch auf Dauer bleibt ausgelaugte Erde zurück, auf der nichts mehr wachsen kann. In den USA ist die Viehzucht an circa 55 % der Erosion und Sedimentbildung schuld.

In Wissenschaftlerkreisen wird von Versteppung und Wüstenbildung gesprochen. Sie schreitet aktuell überall auf dem Planeten rasant voran. Abgesehen davon, dass uns die Anbauflächen für das Tierfutter wie auch für unsere eigenen pflanzlichen Lebensmittel knapp werden, hat die Verwüstung wiederum einen Einfluss auf das Klima. Denn gesunder Humus ist ein enormer CO2-Speicher. Die in ihm lebenden Mikroorganismen nehmen so viel CO2 auf, dass sie uns vor einem Klimawandel bewahren könnten. So sind alle Pflanzen der Welt zusammen in der Lage, ungefähr 1100 Gigatonnen CO2 zu speichern. Die Atmosphäre kann etwa 600 Gigatonnen CO2 aufnehmen. Die Böden dieser Erde haben das Potenzial mehr als 4000 Gigatonnen CO2 aufzubewahren!

Doch braucht es dafür gesunde Böden, die ganzjährig bewachsen sind. Wenn jedes Jahr wieder der Pflug kommt und mit der Ernte die gesamte Biomasse als Viehfutter abtransportiert wird, geht die Speicherkapazität verloren. Mikroorganismen sterben ab und geben das gespeicherte CO2 frei. Es ist also so, dass die exzessive Landwirtschaft, wie sie vor allem für die Viehzucht betrieben wird, gut aufbewahrte Treibhausgase freisetzt. Hingegen wird durch die Renaturierung von landwirtschaftlichen Flächen bereits freigesetztes CO2 wieder aufgenommen und gespeichert. So etwas schafft kein Elektroauto. Den Klimawandel nicht nur aufzuhalten, sondern rückgängig zu machen, das kann nur die Erde selbst. Wir Menschen müssen uns lediglich an eine vegane Ernährung gewöhnen, damit sich der Bedarf an landwirtschaftlicher Nutzfläche deutlich verringert.

Ineffiziente Kalorien

Die industrielle Tierhaltung hat einen enormen Bedarf an Futtermitteln. Das gilt für die Massentierhaltung in engen Ställen gleichermaßen wie für die Bio-Haltung auf Weiden. In den USA werden zum Beispiel auf 70 % aller landwirtschaftlich genutzten Flächen Mais, Soja und Heu angebaut. Davon gehen 99 % in die Tierfütterung. Unermessliche Flächen von Erdboden werden geschröpft, um unsere Lust auf Steak, Rührei und Fondue zu befriedigen. Erkennst Du nun, wie einfach und effektiv Du Umweltschutz betreiben kannst, indem Du Dich auf eine vegane Ernährung einlässt?

Der Bedarf an Futtermitteln ist auch deshalb so groß, weil die Umsetzung der Kalorien wahnsinnig ineffizient ist. So landen
von rund 100 kcal, die an ein Tier verfüttert werden, lediglich 17 bis 30 kcal auf Deinem Teller. Um ein Kilogramm Fleisch herzustellen, sind bis zu 16 kg Pflanzen nötig. Theoretisch bauen wir im Moment genug Essen an, um 10 Milliarden Menschen zu ernähren, wenn es denn nicht den Umweg über die Tiere machen müsste.

Der Platzbedarf zur Nahrungsmittelproduktion von Omnivoren ist 18 Mal größer als der von Veganern; der von Vegetariern immerhin noch 3 Mal größer. Durch eine vollwertig pflanzliche Ernährung könnten also von demselben Stück Land 18 Menschen satt werden anstelle von nur einer Person. So bliebe der Natur reichlich Fläche übrig, um CO2 zu speichern und Wildtiere zu beherbergen. schen – und was ist wichtiger als gesund zu sein?

WASSER: VERSCHMUTZTE GRUNDLAGE ALLEN LEBENS

Im Abfluss der Tierindustrie

Auf unserem blauen Planeten ist Wasser die Grundlage allen Lebens. Wir brauchen es genauso wie die Luft zum Atmen. Daher ist es beim Umweltschutz enorm wichtig, Gewässer zu erhalten und deren Verschmutzung zu verhindern. Es überrascht Dich vermutlich nicht, dass die Tierindustrie weltweit die größte Ursache von Wasserverschmutzung ist. Daran sind multiple Faktoren schuld:

– Düngemittel und Pestizide

– Sedimente von erodierten Äckern

– die Ausscheidungen der Tiere

– künstliche Hormone und Medikamente

Bei jedem Schritt der Herstellung von Fleisch, Milch und Eiern gelangen Abfallstoffe in den Wasserkreislauf, die dort enormen Schaden anrichten. Allein aus diesem Grund macht eine vollwertig pflanzliche Ernährung so viel Sinn. In Zahlen sieht es so aus, dass zum Beispiel in den USA ein Drittel des gesamten Phosphors und Stickstoffs im Frischwasser aus der Viehzucht kommt. Stickstoff ist vor allem in den Ausscheidungen der Tiere vorhanden, die gerne als Düngemittel auf die Felder ausgebracht werden. Alle Nutztiere in den USA produzieren zusammen jede Sekunde 39.000 kg Fäkalien. Das ist weit mehr, als die gesamte Weltbevölkerung in derselben Zeit ausscheidet! In Deutschland kommen schätzungsweise 75 % des Nitrats, was auch Stickstoff enthält, in Oberflächengewässern und 88 % des Nitrats im Grundwasser aus der Landwirtschaft. Eine andere sehr leichte aber intensive Stickstoffverbindung ist das Ammoniak. Er steigt aus dem Tierurin auf in die Luft und sorgt für sauren Regen. Ganze Ökosysteme fallen dieser Versauerung zum Opfer. In Küstenregionen ist Ammoniak der Hauptgrund für die Algenblüte und das Fischsterben. Es ist wirklich schwer zu fassen, wo sich überall die Entscheidung für eine vollwertig pflanzliche Ernährung auswirken kann.

Neben Stickstoff gehen in den USA 37 % aller Pestizide und 50 % aller verbrauchten Antibiotika auf die Rechnung der Nutztierhaltung. Dabei tun Pestizide ihre Arbeit auch dann noch, wenn sie mit dem Regenwasser ausgeschwemmt wurden und im Oberflächen- oder Grundwasser landen: Sie vernichten Lebewesen. Die Allgegenwart von Antibiotika in Frischwasser ist so dramatisch, weil es zu immer mehr Resistenzen kommt. Inzwischen gibt es schon Bakterienstämme, gegen die kein einziges bekanntes Antibiotikum mehr ankommt. Dieses Dilemma betrifft alle Menschen unabhängig davon, ob sie eine vegane Ernährung bevorzugen oder Vollkost essen.

Vegane Ernährung und Wasserknappheit

Wenn Du Dich für eine vollwertig pflanzliche Ernährung entscheidest, unternimmst Du einen entscheidenden Schritt zur Heilung des Planeten und in Richtung sauberen Wassers. Das ist enorm wichtig, weil genießbares Trinkwasser immer knapper wird. Wir lernen schon als Kinder, beim Duschen Wasser zu sparen. Als Erwachsene bauen wir Spareinsätze in unsere Wasserhähne. Doch erreichen wir damit niemals die Wassermengen, die eine vegane Ernährung einspart: 4000 l pro Tag.

Alleine für die Herstellung von einem Kilogramm Rindfleisch werden 10 bis 20 Tonnen Wasser verbraucht. Wenn Du auf einen einzigen Burger verzichtest, kannst Du dafür einen Monat lang täglich 10 Minuten duschen. Doch Milch ist in dieser Hinsicht auch nicht viel sparsamer. Immerhin gut 1000 l Wasser verstecken sich hinter einem Liter Milch. Eine rein pflanzliche Ernährung hat hier also deutlich mehr Sparpotenzial als eine vegetarische.

Zusätzlich zum immensen Verbrauch der so kostbaren Ressource stören Nutztiere den natürlichen Wasserkreislauf. Die Tiere, die sich im Freien aufhalten dürfen, verdichten das Erdreich und erschweren somit ein Versickern von Regenwasser. Die unzähligen Liter Wasser zum Bewässern der Futterpflanzen und zum Tränken der Tiere selbst werden vielerorts direkt aus dem Grundwasser bezogen. Ohne ausreichend Nachschub sinkt der Grundwasserspiegel ab, was für Mensch und Umwelt gravierende Folgen hat. Umweltschutz bedarf also immer auch der Pflege von Wasserreservoirs. Ohne ausreichend sauberes Wasser ist eine Heilung des Planeten von all den bisherigen Verletzungen undenkbar. Die Menschheit selbst leidet zunehmend unter der Knappheit. 2025 werden weltweit 3,5 Milliarden Menschen nicht ausreichend Wasser zur Verfügung haben – Tendenz stark steigend.

UMWELTZERSTÖRUNG DURCH NUTZTIERHALTUNG

Vegane Ernährung und Umweltschutz gehen Hand in Hand. Dein Beitrag zur Heilung des Planeten durch eine vegane Ernährung potenziert Deine Mitgliedschaft bei einer Umweltorganisation oder Deine jährliche Spende für die Rettung des Regenwalds. Ohne den Konsum tierischer Produkte würde der Regenwald kaum abgeholzt werden. 70 % der gerodeten Flächen dienen nämlich nur der Weidehaltung von Rindern. Auf den übrigen 30 % wird vorwiegend Futter angebaut.

Weltweit ist es so, dass 70 % aller landwirtschaftlich genutzten Flächen ausschließlich für die Verpflegung von Nutztieren gebraucht werden. Das entspricht 30 % der gesamten eisfreien Landfläche der Erde. Im Vergleich dazu sind nicht einmal 30 % der Landmasse mit Wäldern bedeckt und es wird immer noch weniger. Dabei sind Wälder die Lebensräume mit der höchsten Biodiversität. Außerdem spielen sie eine essenzielle Rolle im Wasserkreislauf und bei der Speicherung von CO2.

Die Nutztierhaltung ist der größte Motor für den Rückgang der Biodiversität auf unserem Planeten. Sie ist verantwortlich für die Abholzung gigantischer Flächen. Mit ihr gehen Umweltverschmutzung und klimaschädliche Treibhausgase einher. Wer keine vegane Ernährung praktiziert, unterstützt die Überfischung der Ozeane genauso wie die Ausbreitung invasiver Tier- und Pflanzenarten in geschwächten Ökosystemen. Eines ist dabei sicher: Inwiefern es uns Menschen gelingt, effektiven Umweltschutz zu betreiben, bestimmt maßgeblich unsere eigenen Überlebenschancen auf diesem Planeten. Darum sollten wir uns lieber heute als morgen auf eine rein vegane Ernährung umstellen, mit der wir fast wie nebenbei einen effektiven Beitrag zum Umweltschutz leisten.

DAS SECHSTE GROSSE ARTENSTERBEN

In den letzten 500 Millionen Jahren hat es Forschern zufolge fünf große Massensterben auf unserem Planeten gegeben. Am bekanntesten ist wahrscheinlich die Auslöschung der Dinosaurier durch einen Meteoriten vor ungefähr 65 Millionen Jahren. Weitere Gründe für weltweites Massensterben waren Vulkanausbrüche und extreme Veränderungen im Klima, die zu Eiszeiten geführt haben. Heute steht uns das nächste große Artensterben bevor. Der Grund dafür ist in der Geschichte der Erde einmalig: die unstillbare Gier einer einzigen Art.

Die Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES) hat dieses Phänomen genauestens untersucht. Nach der Auswertung von fast 15.000 Studien kommt sie zu dem Ergebnis, dass in den kommenden Jahrzehnten bis zu eine Millionen Tier- und Pflanzenarten aussterben werden. Im Moment ist die Aussterberate bereits Hunderte Male höher als in den vergangenen 10 Millionen Jahren. Diese Erkenntnis bezieht sich nur auf die Beobachtung bereits bekannter Arten. Die Tier- und Pflanzenarten, die vor ihrer Entdeckung bereits ausgelöscht wurden, können nicht in die Berechnungen mit einfließen.

Als Grund für dieses sechste große Artensterben wird einstimmig der Mensch angeführt. Im Detail benennt die IPBES mit absteigender Tragweite folgende Gründe:

– Verlust von Lebensraum / Landnutzungsänderung

– Jagd und Wilderei

– Klimawandel

– Umweltgifte

– invasive Arten

Wenn Du Dir diese Gründe ansiehst, fällt Dir bestimmt auf, dass wir im Laufe dieses Artikels bereits auf alle Punkte im Zusammenhang mit der Nutztierhaltung eingegangen sind: Die gravierendste Landnutzungsänderung geht von der Tierindustrie aus. Sie ist weltweit hauptverantwortlich für den Verlust natürlicher Lebensräume – selbst in den Meeren. Jagd und Wilderei haben wir per se nicht aufgegriffen. Sie stehen aber in einem klaren Zusammenhang mit dem Konsum von Fleisch und anderen tierischen Produkten. Hinzu kommt die Jagd auf Fleischfresser, die den Herden von Viehzüchtern zu nahe kommen.

Den Klimawandel und die Gifte, die als Abfallprodukte aus der Tierhaltung in die Umwelt gelangen, haben wir ebenfalls erläutert. All dies greift in das empfindliche Gleichgewicht bestehender Ökosysteme ein und zerstört sie nachhaltig. Ist der Lebensraum erst einmal zerstört, verschwinden die dort lebenden Tier- und Pflanzenarten für immer. Eine Heilung des Planeten wird immer schwieriger. Der World Wide Fund for Nature (WWF) hat weltweit 825 Ökoregionen definiert. Für 306 davon gibt er an, dass diese durch die Nutztierhaltung bedroht seien. Auch zu Tieren auf der Roten Liste gibt es Untersuchungen, welche in der Haltung von Vieh die größte Gefährdung für ihre jeweiligen Lebensräume sehen. Eine vegane Ernährung schützt also nicht nur Nutztiere, sondern gleichermaßen wild lebende Arten.

Die zentrale Frage beim sechsten großen Artensterben ist, ob die Menschheit überleben wird. Wenn wir der Verdrängung von Tier- und Pflanzenarten kein Ende setzten, indem wir uns für eine vegane Ernährung und gegen die Haltung von Nutztieren entscheiden, werden wir unsere eigene Lebensgrundlage zerstören.

Umweltschutz und der Konsum tierischer Produkte können nicht Hand in Hand gehen. Selbst eine vollwertig pflanzliche Ernährung kann in Zukunft problematisch zu bestreiten sein. Fehlen erst einmal die Insekten, gibt es keine Bestäubung mehr. Das würde für viele Obst- und Gemüsesorten das Aus bedeuten. Falls eine kleine Population von Menschen überleben sollte, ist auf jeden Fall klar, dass deren Lebenswirklichkeit ganz anders aussehen wird als unsere heute.

KOLLAPS DES ÖKOSYSTEMS OZEAN

Nicht nur die Biodiversität und die Umwelt an Land leiden unter dem Konsum von Fleisch, Milch und Eiern. Auch die Meere sind aufgrund unserer Ernährungsgewohnheiten enormen Belastungen ausgesetzt. Einerseits steht Fisch vielerorts regelmäßig auf dem Speiseplan. Andererseits wird Fisch in rauen Mengen an Nutztiere verfüttert. Um den Bedarf an toten Tieren aus dem Meer zu decken, greift die Fischindustrie zu grausamen Fangmethoden: Riesige Schleppnetze durchkämmen die Meeresgründe systematisch. Wo sie entlangkommen, bleibt so gut wie kein Leben zurück. Das Wahnsinnige daran ist, dass bis zu 80 % des Inhalts aus einem Schleppnetz für die Fischer überhaupt nicht verwertbar ist. So landen verletzte und tote Fische wie auch Meeressäuger wieder im Wasser. Bis zu 40 % des übrigen Fangs landen später in den Futtertrögen von Schwein, Rind und Huhn.

Da die Ozeane gut 70 % der Erdoberfläche bedecken, ist unser Wohl zwangsläufig mit dem Fortbestand dieses Ökosystems verbunden. Vernünftiger Umweltschutz muss daher immer die Meere und deren Bewohner mit einbeziehen. Wir bei AnnaTara sind uns sicher, dass auch hier eine vegane Ernährung wieder das Mittel der Wahl ist. Bereits heute gelten Dreiviertel aller Fischbestände als ausgerottet oder stark beeinträchtigt. Bei Fangquoten von bis zu 100 Millionen Tonnen Fisch pro Jahr erscheint eine Erholung der Ökosysteme im Meer ziemlich unwahrscheinlich.

Während es an Land so etwas wie Naturschutzgebiete und Nationalparks gibt, suchst Du Vergleichbares im Meer vergeblich. Gerade Deutschland ist in der Einrichtung von Schutzzonen besonders rückständig. Ohne Rückzugsgebiete sowie geschützte Bereiche für die Fortpflanzung und Aufzucht von Jungfischen gehen uns nach und nach immer mehr Fischarten und andere Wasserbewohner unwiederbringlich verloren. Die intensive Nutzung der Weltmeere macht eine Regeneration der Fischbestände und damit eine Heilung des Planeten insgesamt unmöglich. Dabei gerät das empfindliche Gleichgewicht mit jedem Fisch, der gefangen wird, weiter ins Schwanken. Es ist fraglich, ob eine vollständige Erholung überhaupt noch möglich ist, selbst wenn sich morgen alle Menschen für eine vollwertig pflanzliche Ernährung entscheiden würden.

Als ob das Überfischen der Ozeane noch nicht tragisch genug wäre, landet gleichzeitig noch ein Großteil unseres Abfalls im Salzwasser. Beim Thema Wasserverschmutzung haben wir Dir schon aufgezeigt, dass Abwässer aus der Tierhaltung über die Flüsse in die Meere gelangen und dort vor allem an den Küsten großen Schaden anrichten. Zu den ganzen verseuchten Abwässern gesellt sich noch Müll – allen voran Plastikmüll. Oft siehst Du an Stränden Plastiktüten und Getränkedosen herumliegen. Es gibt Kampagnen, die sich alleine mit der Vermeidung von Plastiktüten für die Rettung der Weltmeere und für die Heilung des Planeten beschäftigen. Was diese leider meistens vergessen anzusprechen, ist die Bedeutung der Fischerei für den Plastikmüll im Meer. Dabei macht der Müll von Fischerbooten bis zu 46 % des gesamten Plastiks in den Ozeanen aus. Dazu gehören ganze Netze wie auch Teile davon, die herrenlos im Wasser vor sich hintreiben und weiter Fische einsammeln, bis sie allmählich zu kleineren Plastikpartikeln zerfallen. Die Meeresbewohner fressen diese Plastikteile und bringen sie in die Nahrungskette, insofern sie nicht unmittelbar daran sterben. Du siehst einmal mehr, welcher Rattenschwanz am Verzehr von tierischen Produkten hängt. Wir von AnnaTara werden nicht müde, immer wieder auf die simpelste Möglichkeit zur Heilung des Planeten hinzuweisen: eine vegane Ernährung.

ZIEHST DU DIE REISSLEINE?

Vor dem Hintergrund der Fakten, die Du Dir eben zu Gemüte geführt hast, wirkt folgende Hochrechnung ziemlich erschreckend: In 2050 werden wahrscheinlich um die 465 (310) Millionen Tonnen Fleisch und 1043 (700) Millionen Tonnen Milch produziert werden. In Klammern stehen jeweils die Vergleichszahlen für 2020. Die Weltbevölkerung wird 2050 gemäß einer Reihe von Schätzungen auf 10 Milliarden Menschen angewachsen sein, wobei ein viel größerer Anteil als in der Vergangenheit regelmäßig Fleisch- und Milchprodukte zu sich nehmen wird. So übernehmen manche Kulturen, in denen bislang eine vegane Ernährung normal war, nach und nach die westlichen Essgewohnheiten. Die Bevölkerung Chinas ist ein prägnantes Beispiel dafür. Ob eine Heilung des Planeten in 2050 noch möglich sein wird, ist stark zu bezweifeln. Daher ist es so wichtig, jetzt die Reißleine zu ziehen und für einen sofortigen, effektiven Umweltschutz auf eine vollwertig pflanzliche Ernährung umzusteigen.

ANNATARA FOUNDATION

EAT VEGAN & LIVE HEALTHY – PROTECT ANIMALS & NATURE – FEEL GOOD