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Gesellschaftliche Aspekte der veganen Ernährung

Wenn es ein Wundermittel gäbe, dass das Risiko für Krebs, Diabetes, Alzheimer, Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht und einigen anderen Erkrankungen erheblich verringern würde, sollten wir dann nicht alles daransetzen, es der gesamten Gesellschaft zur Verfügung zu stellen? Was würdest Du von Politikern halten, die die Verteilung dieses Mittel ohne vernünftige Begründung ablehnen würden? Würdest Du zu einem Arzt gehen, der Dir anstelle dieses wirklich günstigen Wundermittels teure Medikamente – mit all den bekannten Nebenwirkungen – und aufwendige Behandlungen verschreibt? Nun gibt es dieses Wundermittel tatsächlich! Es heißt „vegane Ernährung“.

Zahlreiche Studien belegen, dass viele schwere Krankheiten mit dem Konsum tierischer Produkte zusammenhängen. Wir sprechen hier von Erkrankungen, die in Deutschland weit verbreitet sind: Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Osteoporose, Auto-Immunerkrankungen, Allergien und verschiedene psychische Leiden. Eine vegane Ernährung hat das Potenzial, viel Leid zu verhindern und Unsummen an Behandlungskosten zu sparen. Doch betreffen die genannten Krankheiten nicht nur die Individuen und das Gesundheitssystem. Sie verursachen der Volkswirtschaft gleichermaßen Kosten in Milliardenhöhe. Ein paar Fakten zu diesem paradoxen Zustand möchten wir von AnnaTara Dir im Folgenden vorstellen.

1. KOSTEN FÜR DAS GESUNGHEITSSYSTEM DURCH VEGANE ERNÄHRUNG REDUZIEREN

Wer tierische Produkte wie Fleisch, Milch und Eier zu sich nimmt, steigert sein Risiko (schwer) zu erkranken. Daraus folgt zwangsläufig, dass Veganer dem Gesundheitssystem weniger Kosten erzeugen. Ihre bessere Gesundheit entlastet auf finanzieller Ebene die gesamte Gesellschaft unseres Landes. Wäre die vollwertig pflanzliche Ernährung der Standard in diesem Land, würden im Gesundheitssektor unglaubliche Mengen an Geld eingespart. Diese Gelder ließen sich einerseits zur Prävention von Krankheiten einsetzen. Andererseits wären Investitionen in zukunftsorientierten Bereichen möglich, wie zum Beispiel Bildung, Forschung oder Umweltschutz. Wir von AnnaTara möchten Dir hier kurz eine Vorstellung davon geben, mit welchen Mengen von Geld das Gesundheitssystem in Deutschland hantiert.

Im Durchschnitt belaufen sich in unserem Land die Gesundheitsausgaben an einem einzigen Tag auf über eine Milliarde Euro. Das ist schon seit Jahren so. 2018 waren es beispielsweise insgesamt rund 387 Milliarden Euro. Das ist ein ungeheurer Betrag, der mithilfe eines gesellschaftlichen Umschwenkens auf eine vegane Ernährung drastisch reduziert werden kann. Wie inzwischen zahlreiche Studien belegen, gehen beispielsweise verschiedene Krebsleiden mit dem Konsum von Fleischprodukten und Milch einher. Eine Oxford-Studie ermittelte, dass 2009 in Deutschland allein durch Krebs Kosten von rund 35 Milliarden Euro verursacht worden sind. Die Wissenschaftler haben hier bereits Kosten berücksichtigt, die über die reine Behandlung hinausgehen. Dennoch gehen sie von einer Unterschätzung der tatsächlichen Kosten aus, da sie für Posten wie Vorsorgeuntersuchungen, Hospizaufenthalte und unspezifische Medikamente keine Daten finden konnten. Für das Jahr 2015 liegen Zahlen vor, die ausschließlich die Ausgaben für Krebspatienten innerhalb des Gesundheitssystems beziffern. Diese beliefen sich auf knapp 20 Milliarden Euro. Eine vollwertig pflanzliche Ernährung hätte das Potenzial, einen Großteil dieser Unsummen einzusparen und anderen wichtigen gesellschaftlichen Bereichen zur Verfügung zu stellen.

Hier kommen ein paar weitere Kostenpunkte des Gesundheitssystems aus 2015. Bei allen aufgeführten Diagnosebereichen ist davon auszugehen, dass eine vollwertig pflanzliche Ernährung ein geringeres Erkrankungsrisiko in sich birgt:

– Herz-Kreislauf-Erkrankungen: 46,4 Milliarden Euro

– Psychische und Verhaltensstörungen: 44,3 Milliarden Euro

– Krankheiten des Verdauungssystems: 41,6 Milliarden Euro

– Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten: 15,6 Milliarden Euro

– Diabetes: 7,4 Milliarden Euro

– Adipositas und sonstige Überernährung 1,1 Milliarden Euro

Diese Zahlen stellen nur die reinen Behandlungskosten für die jeweiligen Krankheitsbilder dar. Begleitende Faktoren wie beispielsweise nachlassende Leistung im Arbeitsleben, Arbeitsunfähigkeit, Folgeerkrankungen und das Leiden der Betroffenen sind hier nicht berücksichtigt.

2. MIT VOLLWERTIG PFLANZLICHER ERNÄHRUNG DIE WIRTSCHAFT IN SCHWUNG BRINGEN

Im Folgenden möchten wir auf die wirtschaftlichen Konsequenzen verschiedener Erkrankungen eingehen. Schwere und chronische Krankheiten bedeuten immer großes Leid für die Betroffenen. Bei erwerbstätigen Personen hat eine Erkrankung zudem Auswirkungen auf den Arbeitsplatz. Wer zum Beispiel an Diabetes leidet, ist nicht durchweg so belastbar wie ein gesunder Mensch. Ein Diabetiker muss beim Essen in der Kantine mitrechnen, sich möglicherweise Insulin spritzen und kann im Falle eines krassen Unterzuckers zunächst gar nicht mehr arbeiten. Personen mit Bluthochdruck neigen zu Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit und Schlafstörungen. Solche Symptome wirken sich negativ auf Arbeitsmotivation und Leistung aus.

Kannst Du Dir außerdem vorstellen, dass jemand mit Darmkrebs, der unter krampfartigen Bauchschmerzen sowie einem ständigen Wechsel von Verstopfung und Durchfall leidet, kreativ in seinem Job ist und Spaß daran hat? Diese kleinen Beispiele sollen Dir eine Idee davon geben, welches unnötige Leid mit diesen Krankheiten verbunden ist und wie sie sich auf die Leistung im Arbeitsleben auswirken. Demgegenüber erscheint das Weglassen von tierischen Produkten in der Ernährung überhaupt nicht problematisch, oder?

Übrigens verringern auch Schwermetallvergiftungen, wie sie durch den häufigen Konsum von Fisch ausgelöst werden, die Leistung der Betroffenen. Mögliche Symptome sind dabei Antriebsschwäche, Depression, chronische Müdigkeit, Infektanfälligkeit, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit.

Kommen wir von der psychischen Ebene zu den Fakten. Es gibt hier leider keine so umfassende Forschung, wie es wünschenswert wäre. Doch die vorliegenden Zahlen können Dir eine ungefähre Vorstellung vom Ausmaß der Misere geben. So zeigte sich in einer Studie der Universität von Oxford, dass die wirtschaftlichen Folgekosten von Krebserkrankungen beinahe genauso hoch sind wie die Behandlungskosten selbst. Die Forscher stellten für 2009 europaweit Kosten in Höhe von 126 Milliarden Euro durch Krebserkrankungen fest. 52 Milliarden Euro davon gehen auf wirtschaftliche Einbußen zurück. Für Bluthochdruck gibt es eine ähnliche Schätzung für das Jahr 2010: Um die 11 Milliarden Euro zahlte die deutsche Volkswirtschaft wegen dieser Erkrankung drauf. In 2009 belief sich der volkswirtschaftliche Schaden durch Krankenstand in Deutschland insgesamt auf 225 Milliarden Euro! Könnte man diese Summe durch konsequente vegane Ernährung auch nur um ein Viertel senken, würden über 55 Milliarden Euro frei für zukunftsorientierte Investitionen.

Zuletzt möchten wir kurz zu den Schwermetallvergiftungen durch das Essen von Wasserlebewesen zurückschwenken. Eine schottische Studie lieferte hierzu erschütternde Erkenntnisse. So fanden die Forscher bei 80 % der untersuchten hyperaktiven Kinder und bei 70 % der Kinder mit Lernschwierigkeiten Bleivergiftungen. Gerade Kinder sind besonders sensibel gegenüber Umweltgiften und Hormonen aus Lebensmitteln. Bei ihnen ist es umso wichtiger, auf eine vollwertig pflanzliche Ernährung zu setzen. Nur so schaffen wir die bestmöglichen Ausgangsbedingungen für ihre Zukunft.

Erfahrungen und Studien sprechen zunehmend dafür, dass eine vollwertig pflanzliche Ernährung viele Krankheiten verhindern kann. Sicherlich kann auch eine vegane Ernährung ungesund sein, wenn Du viel Zucker, verarbeitete Produkte und ungesunde Fette zu Dir nimmst. Im Schnitt ist die „Fehleranfälligkeit“ aber deutlich geringer als bei einer Ernährung mit Tierprodukten.

Du hast jetzt gesehen, dass gesündere Menschen weniger Kosten im Gesundheitssystem verursachen und letzten Endes profitiert auch die Volkswirtschaft von gesunden Arbeitern. Was denkst Du nun? Steht dem vermeintlichen Verzicht auf tierische Lebensmittel nicht ein ungleich höherer Profit für die gesamte Gesellschaft gegenüber?

ANNATARA FOUNDATION

EAT VEGAN & LIVE HEALTHY – PROTECT ANIMALS & NATURE – FEEL GOOD